Prävention
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           Präventionsarbeit wird bei uns am AKG groß geschrieben!


Heute sehen sich unsere Kinder und Jugendlichen mit vielen Einflüssen von Außen konfrontiert. Es ist nicht immer leicht, sich dann zu orientieren.


Was ist gut für mich, was ist notwendig, wo muss/darf ich NEIN sagen?


Solche Fragen sind nicht immer leicht zu beantworten, und es ist gut, wenn es dann Orientierungshilfen und die Möglichkeit zum Austausch gibt.

Hier sind natürlich in erster Linie die Eltern Ansprechpartner. Wir als Schule wollen die Fragen der Schüler selbstverständlich auch ernst nehmen und ihnen wichtige Informationen und Verhaltensregeln mit an die Hand geben.


In den verschiedenen Jahrgangsstufen haben wir daher Aktionen zu wichtigen Themen zusätzlich zum Unterricht, in dem diese Themen selbstverständlich auch aufgegriffen werden, installiert.


5. Jahrgangsstufe:    „Erwachsen werden“ und „Gesundes Frühstück“

6. Jahrgangsstufe:    Referenten zum „Girls‘/Boys‘-Day im Bezug auf die Frage „Wo stehe
      ich selbst, wie grenze ich mich von anderen ab?“

7. Jahrgangsstufe:    Sexualpädagogisches Projekt „Beziehungskiste“ des Gesundheitsamtes    
      Kitzingen und Informationen zum gefahrfreien Umgang mit Medien

8. Jahrgangsstufe:   „Ich bin so frei“ interaktiver Vormittag mit Referenten der
      Suchtberatungsstelle der Caritas in Kitzingen und

                               Vortrag eines Referenten des Würzburger Gesundheitsamtes über das        
      Rauchen (Werbestrategie, Gefahren …)

9. Jahrgangsstufe:    Vortrag eines Arztes und eines Polizisten zum Thema Alkohol und

                               Informationen zum gefahrfreien Umgang mit Medien

10. Jahrgansstufe:    Interaktiver Vormittag für Mädchen zum Thema „Selbstbild, Einfluss 
      der Medien, wa(h)re Schönheit“



Wichtig ist uns bei diesen Aktionen natürlich, dass sich die Schüler anhand der Informationen und Fertigkeiten, die sie dabei erhalten, leichter orientieren können.



Maria Seifert-Schmitt

Internet, Computerspiele, Handy & Co.




Lambert Zumbrägel ist Medienfachberater des Bezirksjugendringes. Auf Einladung der Präventionsbeauftragten des AKG Maria Seifert-Schmitt hielt er am 9.11.10 am AKG einen überaus interessanten, sehr informativen und trotzdem kurzweiligen Vortrag über das Leitmedium Internet. Darin stellte er neue mediale Jugendwelten wie Handy, Computerspiele und das Internet vor und gab wertvolle Tipps, wie wir damit umgehen lernen müssen. Die über 250 Anwesenden, v. a. Eltern und Lehrer des Armin-Knab-Gymnasiums und der Richard-Rother-Realschule, waren alle sehr angetan und danach auch ein ganzes Stück „weiser“. Der wichtigste Hinweis war sicherlich der, dass sich die Eltern zusammen mit ihren Kindern unbedingt für diese neuen Medien interessieren sollten und ihre Kinder nicht alleine mit möglichen Problemen lassen sollten. Die Präsentation ist im Internet unter www.jugend-unterfranken.de nachlesbar. Hier findet man auch Internetadressen, die wertvolle Hinweise z. B. zu Spielsucht, Kindersicherungen für den Computer oder Computerspiele liefern.

                                                                                 „Ist Alkohol gefährlich?

                                    Und wenn doch, das habe ich doch im Griff, oder…?“


So überschreibt Dr. Thomas Polak, Oberarzt der Station für Abhängigkeitserkrankungen der Psychiatrie der Uniklinik in Würzburg, seinen Vortrag. Dass das nur bedingt möglich ist, ist allen klar, spätestens seitdem wir täglich neue Schreckensmeldungen über übermäßigen Alkoholkonsum Jugendlicher aus der Zeitung erfahren.

Genau aus diesem Grund hat die Drogenbeauftragte des Armin-Knab-Gymnasiums,  Maria Seifert-Schmitt,  das bewährte Konzept für alle Schüler der  9 .Jahrgangsstufen wieder aufgenommen: Zwei Referenten berichten den Schülern hautnah von ihren täglichen Erfahrungen im Umgang mit alkoholisierten bzw. alkoholkranken Menschen.


Freundlicherweise haben sich Dr. Polak und Polizeioberkommissar Jürgen Maier, Leiter der Polizeidienststelle Ochsenfurt,  bereit erklärt, am 22. März 20111 ins AKG zu kommen. Sie verstanden  es sehr gut die Jugendlichen zu fesseln. Sicher liegt das auch daran, dass sie selbst Söhne im Alter unserer Schüler haben  und ihnen auch deshalb die Prävention so sehr am Herzen liegt.


Dr. Polak ging der Problematik des Alkoholkonsums auf den Grund. Er verweist darauf, dass 53 % der Gewaltdelikte der 18- bis 20-Jährigen unter Alkoholeinfluss geschehen. Die körperlichen Folgeschäden demonstriert er sehr eindrucksvoll mit Bildern, die nicht jeder ansehen kann. Interessant ist auch, dass der Alkoholmissbrauch kein neues Phänomen ist. Bereits 1100 v. Chr. ist die chinesische Min-Dynastie an den Folgen des Alkoholkonsums untergegangen. Er zählt die Kriterien einer Abhängigkeit auf und erklärt, dass die Ursachen der Abhängigkeit sowohl in Umwelteinflüssen, persönlichen Faktoren als auch dem Suchtstoff liegen. Äußerst problematisch ist der Alkoholkonsum deshalb, da die vermeintlich positive Wirkung sofort auftritt, die negativen Konsequenzen aber nicht selten erst später.

Auf die Frage „Mein Freund trinkt zu viel, was kann ich tun?“  gibt er die klare Antwort: „Reden! Mit der Familie, Freunden, dem Hausarzt oder der Suchtberatungsstelle. Nicht wegschauen!“


Sein Fazit lautet:   

  1. Alkohol ist ein großes medizinisches und gesellschaftlich-ökonomisches Problem

  2. Alkohol kann gefährlich sein

  3. Alkohol hat eine Vielzahl körperlicher und psychischer Folgeerkrankungen

  4. Ein Problem ist die Alkoholabhängigkeit, die eine Erkrankung ist.

  5. Ob man alkoholabhängig wird, hängt nicht von der Willensstärke ab.


Er zeigt aber auch auf, was man gegen die Entwicklung einer Abhängigkeit tun kann. Dazu gehören:

  1. Sinnvolle Freizeitbeschäftigung

  2. Hobbies

  3. Sport

  4. Freundschaften

  5. Selbstsicherheit


Polizeioberkommissar Jürgen Meier weist darauf hin, dass im Jahr 2008 40% aller Gewaltstraftaten von unter 21-Jährigen begangen wurden, von denen die Hälfte betrunken war. Oft weisen die Jugendlichen dabei die Schuld von sich und suchen Ausreden. Oft werden   Gesetze nicht eingehalten, Alkohol ist auch für Jugendliche leicht zu besorgen. Wichtig ist aber, dass jeder für sein eigenes Verhalten selbst verantwortlich ist. Er appelliert an die Jugendlichen zu lernen, Entscheidungen selbst zu treffen und dann mit den Ergebnissen zu leben. Sehr eindrücklich stellt er eigene Erfahrungen mit betrunkenen Jugendlichen aus seinem Alltag als Polizist dar.

Zusammengefasst kann man sagen: Unkontrollierter Alkoholkonsum hat massive sowohl körperliche, soziale und finanzielle Folgen. Wer am Anfang von den Kumpels  beim Alkoholkonsum ggf. als lustig und cool angesehen wird, landet nicht selten im sozialen Abseits.

Selbstverständlich waren beide Referenten gerne dazu bereit, auf  Fragen der Schüler einzugehen.

Ich bin sicher, dass dies ein wertvoller Beitrag zur Sensibilisierung der Jugendlichen zum Thema Alkohol war. Die Schüler waren sehr interessiert und z. T. auch sehr betroffen.


Maria Seifert-Schmitt, Drogenbeauftragte des AKG


März 2011

Warum ist es nicht nur für mich gut, wenn ich nicht rauche?

Diese Frage bekamen die Schüler der 6. Jahrgangsstufe des Armin-Knab-Gymnasiums vom Referenten für Gesundheitsförderung des Würzburger Gesundheitsamtes Martin Heyn beantwortet.

Zu Beginn seines Vortrages, bei dem er auch immer wieder auf Fragen der Schüler einging, stellte er klar, dass gerade sie als Zwölfjährige im Visier der Tabakindustrie sind, weshalb dieser Vortrag auch für sie besonders wichtig ist. Für sie ist es interessant, die Hintergründe des Tabakanbaues zu kennen,  zu wissen, welche Stoffe in Zigaretten enthalten sind, wie Zigaretten vertrieben werden, und die möglichen Folgen des Tabakkonsums zu kennen.

Tabak wird v.a. in Südamerika, Südafrika und China angebaut. Die Tabakblätter werden getrocknet. Zwölfjährige werden zu Kinderarbeit ohne entsprechende Schutzkleidung gezwungen. Die Kinder arbeiten oft mehr als 12 Stunden am Tag und erhalten oft nur einen Cent pro Stunde. Beim Anbau wird der Boden zerstört, da die Tabakpflanze ein Nährstoffräuber ist und extra Wälder  abgeholzt werden.

In Zigaretten und dem Zigarettenrauch sind ca. 4000 chemische Verbindungen enthalten, u. a. Lösungsmittel, Insektengift, radioaktive Stoffe, Rattengift usw.

In Deutschland sterben pro Jahr ca. 800 000 Menschen insgesamt. Davon 110 000 an den Folgen des Rauchens!

Werbung zielt auch besonders auf Kinder ab, da diese, wenn sie anfangen zu rauchen, schnell süchtig werden und deshalb lange Kunden bleiben.

Am Ende des Vortrages rechnet Martin Heyn den Schülern noch aus, dass sie, falls sie mit 11 Jahren anfingen, zehn Zigaretten am Tag zu rauchen, bis zu ihrem vierzehnten Geburtstag, zwölf i-Pot-touch hätten kaufen können.

Die zentrale Botschaft dieser Veranstaltung  lautet also: Lass die erste Zigarette liegen!
Schütze dich vor Passivrauchen!

Die Schüler waren nach diesem kurzweiligen und interessanten Vortrag sichtlich beeindruckt und die allermeisten gingen mit dem festen Vorsatz, gestärkt durch die Informationen die sie erhalten hatten, nach Hause, gar nicht erst mit dieser Sucht anzufagen.

Maria Seifert-Schmitt (Präventionsbeauftragte am AKG)

Wa(h)re Schönheit


Schon zum dritten Mal bekamen die Mädchen der 10. Klassen des AKG die Möglichkeit an einem Workshop mit dem Thema „Wa(h)re Schönheit“ teilzunehmen. Die Referentin Antje Geisel verbrachte drei Schulstunden mit den Schülerinnen.

Zu Beginn wird die „Ware Schönheit“ thematisiert. Es geht um die Werbung, die Manipulation der Bilder und um Mode und die künstliche Welt der Models und Stars in den Medien, mit denen sich die jungen Frauen leider oft identifizieren. Körper und Aussehen spielen dabei eine extrem wichtige Rolle. In dem Zusammenhang auch das Thema Diäten. Nicht jeder, der eine Diät macht, bekommt eine Essstörung, aber eine Essstörung beginnt immer mit einer Diät.

Hier gibt die Referentin Informationen über Ursachen, Auslöser und Folgeschäden von Essstörungen. Es wird auch auf die Fragen: „Was kann ich tun, wenn ich merke, dass meine Freundin eine Essstörung hat? Und „Wo bekomme ich Hilfe?“ eingegangen.

Im zweiten Teil kommt die Gruppe zum Thema „wahre Schönheit“. Die Schülerinnen sollen eigene Ressourcen und Kraftquellen entdecken und wertschätzen. In der Abschlussrunde wird das Wichtige noch einmal festgehalten und die jungen Frauen überlegen sich, welche Gedanken sie mit nach Hause nehmen.

Wir hoffen, dass die Schülerinnen durch diesen Workshop das Thema Schönheit aus einem neuen Blickwinkel betrachten, die Bilder, die tagtäglich auf sie einwirken, hinterfragen und so vielleicht weniger leicht Opfer des vermeintlichen, in den Medien dargestellten Schönheitsideales werden. Die angesprochenen Mädchen hielten diesen Vormittag jedenfalls für sehr informativ und interessant.


Maria Seifert-Schmitt (Präventionsbeauftragte des AKG)

Im Rahmen des suchtpräventiven Schulprojektes „Ich bin so frei“ der 8. Klassen am AKG überreichte der Verein der Freunde an die psychosoziale Beratungsstelle für Suchtprobleme bei der Caritas in Kitzingen einen Scheck über 100.- €. Die 1. Vorsitzende, Frau Astrid Glos, bedankte sich bei Herrn Ewald Burkard (Caritas), bei der Schulleiterin Margit Hofmann und der verantwortlichen Lehrkraft Frau Maria Seifert-Schmitt für die Durchführung des Schulprojektes.


Astrid Glos