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Abiturfahrt 2011 oder Berlin ist immer eine Reise wert!


Sintflutartige Regenfälle und Temperaturen um 12 Grad, und das Ende Juli – mit derartigem Wetter begrüßte Berlin die 11.Jahrgangsstufe des AKG auf ihrer Studienreise vom 22.07. bis 28.07. in die deutsche Hauptstadt. Schon seit einigen Jahren hat sich diese Fahrt mit Berlin als festem Reiseziel etabliert, was eine bessere Planbarkeit und eine kostengünstigere Organisation ermöglicht. Zudem bietet Berlin als deutsche Hauptstadt und europäische Metropole für die SchülerInnen die Möglichkeit, eine Großstadt in ihrer unglaublichen kulturellen, ethnischen und städtebaulichen Vielfalt sowie in ihrer wirtschaftlich-politischen Dimension kennenzulernen. So hatte auch diese Abiturfahrt, deren Organisation und Gesamtleitung seit Jahren in den bewährten Händen von OStR Müller liegt, erneut zum Ziel, Berlin mit einem möglichst vielgestaltigen Programm erfahrbar zu machen, wobei den Kollegiaten und Kollegiatinnen aber auch noch genug Freiraum zur eigenständigen Erkundung Berlins und einem dementsprechend persönlichen Erleben der Stadt bzw. ihrer Stimmung und Menschen gegeben wurde.

Noch am Abend der Anreise konnten die SchülerInnen auf  diversen Mottoführungen einzelne Aspekte Berlins (z.B. Multikulti in Kreuzberg, Geschichte und Aufbau des Olympiastadions, Glanz und soziale Problematik des Ku’damms) unmittelbar vor Ort kennenlernen. Am Morgen darauf ergab sich dann bei einer Stadtrundfahrt mit dem Fahrrad ein größerer Überblick über die Geschichte und die einzelnen Baulichkeiten unserer Hauptstadt, ein Eindruck, der durch den späteren Besuch der multimedialen Ausstellung Story of Berlin noch vertieft wurde. Die Bedeutung Berlins für die aktuelle Politik und die jüngere Vergangenheit Deutschlands wurde nachvollziehbar durch den Besuch des Bundestages mit anschließender Diskussion mit einem Bundestagsabgeordneten unserer Region, Frank Hofmann, und durch das Planspiel eines Gesetzgebungsverfahrens im Bundesrat; beeindruckend waren in diesem Zusammenhang auch die Besichtigungen des ehemaligen Stasi-Gefängnisses Hohenschönhausen und der Villa der Wannseekonferenz, auf der die völlige Vernichtung der Juden im 3.Reich beschlossen und organisiert worden war. Urbane Kultur wiederum genossen die AKGler beim Besuch verschiedener Museen, der Liebermann-Villa und auch des Zoos; abends standen dann das Musical We will rock you, die Blue Man Group oder auch das Fußballhighlight Hertha BSC-Real Madrid auf dem Programm. So bot diese Studienreise viel Information und Unterhaltung!

Ebenso wichtig für das Gelingen der Fahrt war aber sicher auch die sehr harmonische Gesamtatmosphäre, die sich durch das –auch bei schlechtem Wetter- angenehme Verhalten der SchülerInnen und durch das gut koordinierte und zugleich entspannte Lehrerteam Barth/Häffner/Menz/Müller/Schmitt ergab. Es gab viele schöne gemeinsame Augenblicke, ob nun beim Erleben der einzelnen Programmpunkte oder beim nächtlichen Zusammensitzen vor dem Hostel oder in der Karaokebar oder bei der Salsa. Für viele sicher unvergesslich bleibt die Rückfahrt von einer Schülerdisco, als das AKG mit Hilfe eines Straßenmusikanten zu Let it be, Wonderwall und anderen Songs spontan die Berliner U-Bahn gerockt hat.

Schlussendlich bestätigten sich für alle zwei grundlegende Weisheiten: Schule ist eben doch mehr als die Vermittlung von Unterrichtsinhalten und - Berlin ist immer eine Reise wert!


Peter Müller

Lateiner des AKG in Deutschlands ältester Stadt Trier


Zwei Tage lang machten die Lateinschüler der 11. und 12. Jahrgangsstufe des AKG unter Leitung von OStR Müller und StR Zörner am 25./26.09. der Römerstadt an der Mosel ihre Aufwartung. Trier, das im Jahre 16 v.Chr. von Kaiser Augustus als Augusta Treverorum zu einem geschlossenen Gemeinwesen erhoben und damit zur ältesten „Stadt“ Deutschlands wurde, bot den AKG’lern bei strahlendem Sonnenschein neben seinem moselländischen Charme vor allem hochkarätige antike Sehenswürdigkeiten in sehr gutem Zustand. So besichtigte man nach dem Besuch des Diözesan-Museums z. B. die immer noch befahrene Römerbrücke, das Amphitheater und den –teilantiken- Dom, aber auch die Kaiserthermen und die enorme Basilika; beides sind Bauten, die auf Betreiben Kaiser Constantins, der zeitweise sogar in Trier residierte, errichtet wurden und von seiner Macht und Größe künden sollten. Natürlich durfte auch die Porta Nigra, ehemaliges Stadttor und heutiges Wahrzeichen Triers, bei der Besichtigungstour nicht fehlen. Insgesamt waren Lehrer wie Schüler vom antiken und modernen Trier begeistert, sodass diese Exkursion von allen als sehr gelungen empfunden wurde.


Exkursion der Klasse 5 A ins Lernlabor „Technikland“ des Industriekulturmuseums Nürnberg

Am Freitag, 18.11.11, trafen wir uns zu einem etwas anderen Natur und Technik-Unterricht am Bahnhof in Kitzingen. Von hier aus ging es los nach Nürnberg. Ziel war das Museum Industriekultur, das in Kooperation mit dem Schulmuseum Nürnberg ein ganz besonderes Museumserlebnis für uns bereithielt. Wir freuten uns darauf, viele Versuche selbst ausprobieren zu dürfen. Wir staunten nicht schlecht, was sich hinter dem Namen Industriekulturmuseum verbarg. Wir durften uns im Museum umschauen und bewunderten „uralte Computer“, Oldtimerautos und auch Motorräder. Sogar ein Zündapp Feuerwehrmotorrad mit Spritzschlauch im Beiwagen konnten wir bewundern. Es war dort auch originalgetreu ein Kolonialwarenladen und ein Friseursalon nachgebaut. Noch viele, viele andere Sachen konnten bestaunt werden. Auch hier konnte man einige Versuche selbst durchführen. Auch der Besuch im Technikland übertraf unsere Erwartungen. An 25 Stationen konnte man ausprobieren, analysieren, Roboter programmieren, Brücken konstruieren, ein Brennstoffauto bewundern, die Strahlung von Handys messen oder den Strömungswiderstand von Haifischhaut erfahren, um nur einige Stationen zu nennen. Besonders imponiert hat uns der Crashtest, bei dem wir vorgeführt bekamen, wie wichtig Stoßdämpfer, Gurte und Airbags im Auto sind. Der Versuch mit einem Laser war auch sehr eindrucksvoll, und die Schüler erfuhren, dass man sich Licht als Welle vorstellen kann, und wie man dies beobachten kann. Einige Schüler konnten, mit Schutzbrille und Laborkittel ausgestattet, eigene Filzstifte herstellen und diese auch mit nach Hause nehmen. Nach über zwei Stunden im Museum hatten wir noch lange nicht alles ausprobiert, waren aber mit neuen Erkenntnissen übervoll. Viele von uns sind sich sicher, dass sie nicht zum letzten Mal in diesem Museum waren und wollen nochmals mit der Familie kommen. Wir waren überaus beeindruckt.

Maria Seifert-Schmitt

Kunstkurs des AKG besuchte die 54. Biennale in Venedig


Gemeinsam mit ihrem Kursleiter Dr. Harald Knobling unternahm der Kunst-Additum-Kurs

über das Wochenende eine Exkursion nach Venedig. Die Kollegiaten erlebten die zeitgenössische Kunst hautnah am Puls der Zeit. In diesem Jahr steht die Biennale unter dem  Thema Illuminazioni. Dahinter steckt die Bedeutung Licht, das in der Kunst auf vielfältigste Weise Bedeutung hat, aber auch Nation. Und es sind auf dieser Mammutausstellung nicht weniger als 70 Länder vertreten. So war das Exkursionsprogramm für die Schüler an den drei Tagen sehr dicht gedrängt.


Nach einer kurzen und unruhigen Nacht im Schlafwagen kam die Gruppe am frühen Morgen in Venedig an.  Mit dem Vaporetto ging es auf dem Kanale Grande zur Jugendherberge auf der vorgelagerten Insel Guidecca. Gleich nach dem Frühstück fuhr man mit dem Bot zum Markusplatz und von dort begann der Fußmarsch zu den Giardini, das heißt zum Park in dem die einzelnen teilnehmenden Länder ihren eigenen Ausstellungspavillon haben. Aber bereits unterwegs stieß man auf viele Kunstwerke, die in verschiedenen Palästen und Kirchen installiert waren.


Intensiv besichtigte man vor allem den deutschen Pavillon in den Giardini, einem mächtigen Bauwerk aus der Zeit des Faschismus. Der Beitrag in diesem Pavillon wurde mit dem goldenen Löwen von Venedig ausgezeichnet. Er war ausschließlich dem revolutionären deutschen Regisseur, Filmemacher und Autor Christoph Schlingensief gewidmet, der im letzten Jahr an Lungenkrebs gestorben ist. Der Kollegiat Thomas Feiler hatte sich gründlich auf diesen Pavillon vorbereitet und ein Referat gehalten, so dass alle Kursteilnehmer die notwendigen Informationen zum Verständnis der Ausstellung hatten.

Die Kollegiaten waren tief beeindruckt, ja betroffen von der Intensität und der Stimmung die die Installation ausstrahlte. Der Pavillon ist zur Kirche umgebaut. Da gibt es Kirchenbänke, einen Altar mit einem Hasen und einem eindringlich tickendem Metronom, gotische Kirchenfenster, verschiedene Objekte mit biografischem Bezug; an den Wänden werden parallel Filme und Videos gezeigt, Röntgenbilder der verkrebsten Lunge sind hinterleuchtet, man hört Interviews mit Schlingensief zum Thema Tod und immer wieder Musik von Richard Wagner.


Nicht alle Beiträge sind so düster und bedeutungsgeladen. In den Pavillons der Giardini konnte man das breite Spektrum der aktuellen Kunst bewundern. Skulpturen, Foto-, Film- und Videoinstallationen, Malerei und Zeichnungen waren immer wieder Anlass für Diskussionen und es gab immer Neues zu entdecken.  Eine Aussage war: „Kunst ist recht anstrengend“


Der zweite Tag in Venedig war für die Arsenale, die alten Schiffswerften vorgesehen.

Auch hier ein ähnliches Bild, das zeigte, wie schwierig es ist, sich in der zeitgenössischen Kunst zu orientieren. Unmengen an Kunst! Es ist nicht möglich auch nur die Hälfte bewusst wahrzunehmen. Erschöpft vom vielen Betrachten, zogen sich die Kollegiaten am späten Nachmittag zurück und privatisierten. Einige gingen an den Lido, um das Wasser und die Sonne zu genießen, andere zog es zur Friedhofsinsel mit ihrer einzigartigen Stimmung und einige ließen sich durch die engen Gassen und schönen Plätze von Venedig treiben. Die Abende verbrachte man gemeinsam beim Pizzaessen auf der Guidecca mit Blick auf das nächtliche Venedig, auf Santa Maria della Salute, den Dogenpalast und den Markusplatz. Am Tag der Abreise genossen die Kollegiaten die Fahrt durch den Canale Grande mit seinen malerischen Palästen aus vielen Jahrhunderten. Bei bester Stimmung war die Gruppe mittags pünktlich am Bahnhof, bereit für die Rückreise. Dann kam die Überraschung, ein großes Polizeiaufgebot, Demonstranten, Transparente und Eisenbahnstreik. Alle saßen fest. Die Rückreise war eine Odysee, mit dem Bus ging es bis Innsbruck, die weiteren Zuganschlüsse über München, Nürnberg, Würzburg verzögerten sich, so dass die Kursteilnehmer erst am Montag morgen gegen 4.00 Uhr zuhause waren. Nach dieser Strapaze folgten nur ein paar Stunden Schlaf und um 8.00 Uhr saßen alle im Unterricht, bleich, etwas mitgenommen, aber physisch anwesend.

Zurückblickend kann behauptet werden, dass es eine anstrengende, aber sehr erlebnisintensive Exkursion war, an die die Kollegiaten des AKG noch lange denken werden.


Harald Knobling